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Die Tierphysiotherapie hat sich mittlerweile ihren festen Platz in der Behandlung von erkrankten Tieren und zur Vorbeugung gesichert. Angewandt wird die Tierphysiotherapie sowohl in der klassischen Tiermedizin als auch in der alternativen Tierheilpraxis.
Was ist Tierphysiotherapie?
Die Tierphysiotherapie hat wie die Physiotherapie beim Menschen ihren Urpsrung in der klassichen Massage. Das Wort Massage stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie kneten und drücken. Die Massage ist eine der ältesten Heilmethoden und schon allein ihre bereits Jahrtausende andauernde Bekanntheit und Anwendung spricht für ihre Wirksamkeit.
Massagen sind beim Menschen schon lange Bestandteil in der Physiotherapie, Sport- und Rehabilitationsmedizin. Fast jeder Mensch kennt die wohltuenden Wirkungen der Massage. Dass Massagen auch beim Tier eingesetzt werden können und von ihnen nicht nur gut akzeptiert, sondern sogar genossen werden, ist zwar schon länger bekannt, aber erst in den letzten Jahren hat sich diese Therapieform, die Tierphysiotherapie, allmählich durchgesetzt.
Massage ist allerdings nicht nur ein Mittel zur Therapie, sondern eignet sich, aufgrund ihrer vielen positiven Wirkungen auf den Organismus, gerade bei unseren Haustieren auch hervorragend zur Vorbeugung und als einfache Wellness-Behandlung.
Welche Wirkung hat die Massage bei der Tierphysiotherapie?
Zusammenfassend kann man folgende fünf Hauptwirkungen nennen: >> Schmerzlindernd >> Durchblutungsfördernd >> Ableitend, entstauend >> Lockernd, entspannend (Detonisierend) >> Anregend (Tonisierend)
Daraus lassen sich folgende weitere Wirkungen ableiten: Durch Lösen der Verspannungen der Muskulatur wird Schmerz genommen und damit auch weitere Verspannungen und Fehlhaltungen verhindert. Zur Schmerzminderung bei der Anwendung der Tierphysiotherapie kommt es außerdem durch Freisetzung körpereigener Endorphine.
Die verbesserte Durchblutung bewirkt eine verbesserte Sauerstoffversorgung der Zellen, in der Folge eine bessere Nährstoffversorgung, besseren Zellstoffwechsel und somit einen schnelleren Abtransport von Stoffwechselschlacken. Sie verbessert die Regeneration der Muskulatur und führt zu schnellerem Abbau von Stauungen im Lymph- und Venenbereich.
Gezielte Massage während einer Behandlung im Rahmen der Tierphysiotherapie bewirkt eine stärkere Dehnbarkeit von Sehnen und Bändern und eine Verbesserung der Muskel- und Gelenkfunktion. Außerdem lassen sich Verklebungen und Narben mobilisieren, wodurch Spannungsschmerzen genommen werden. Dies alles führt zu einer deutlich verbesserten Körperwahrnehmung des Tieres. Auch psychische Entspannung und eine verbesserte Mensch-Tier-Bindung werden durch den engen Kontakt erreicht.
Wann empfiehlt sich die Tierphysiotherapie bei meinem Tier? >> Bei Muskelverspannungen jeder Art, beispielsweise infolge von Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke (Arthrosen, HD, OCD, Spondylose, etc.), angeborenen Fehlstellungen, nach Operationen, bei Verrenkungen und Stauchungen >> Zur Regeneration nach Traumen oder Operationen und bei Lähmungen >> Zum Lösen von Verklebungen und Narben >> Zur Vorbereitung auf das Training: Aufwärmen (Warm up) oder Abwärmen (Cool down) >> Bei sportlichen Höchstleistungen >> Beim gesunden Tier zur Entspannung
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